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EPCOTEC
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NANOFASER-PROZESSENGINEERING

Von der Materialformulierung zur kontrollierten Nanofaserproduktion.

EPCOTEC entwickelt die vollständige Prozessroute von der Polymer-, Lösemittel- oder Schmelzerezeptur bis zum reproduzierbaren Nanofaserprodukt. Laborgeräte, Pilotsysteme und kontinuierliche Produktionskonzepte verbinden geregelte Dosierung, Hochspannung, Luftführung, Klima, Abscheidung, Warenbahntransport, Lösemittelmanagement und Qualitätsprüfung in einem ausgelegten Prozess.

Eingehaustes EPCOTEC-ESPIN-Nanofaserproduktionssystem

PROZESSGRUNDLAGEN

Nanofaserqualität entsteht im vollständigen Prozessfenster.

Der Faserdurchmesser allein definiert noch kein erfolgreiches Nanofaserprodukt. Molekulargewicht, Polymerkonzentration, Lösemittelflüchtigkeit, Leitfähigkeit, Oberflächenspannung und Viskosität wirken mit Spannung, Förderrate, Spinnabstand, Temperatur, Feuchte und Luftstrom zusammen. Kollektorgeometrie und Substratbewegung bestimmen anschließend Orientierung, Schichtgleichmäßigkeit, Haftung und Porenstruktur.

EPCOTEC beginnt mit der geforderten Produktfunktion – etwa Filtrationseffizienz, Druckverlust, Freisetzungsprofil, Scaffold-Porosität, Barriereleistung, Flächengewicht oder mechanischer Verstärkung. Dieses Ziel wird in messbare Materialeigenschaften und ein dokumentiertes Betriebsfenster überführt. Laborversuche belegen die Machbarkeit, der Pilot bestätigt Wiederholbarkeit und kontinuierliche Handhabung, und das Produktionsengineering überträgt die Nachweise in sichere, wartungsfreundliche Maschinentechnik.

Eingehauste kontinuierliche Nanofaser-Pilotanlage

PILOT-PROZESSPLATTFORM

Vor Auswahl des Spinnverfahrens muss der gesamte Materialweg nachgewiesen werden.

Ein repräsentativer Pilot muss mehr als nur den Spinnkopf abbilden. Er muss Rezepturaufbereitung, Dosierstabilität, Klima, elektrostatisches Feld, Luftverteilung, Substrattransport, Abscheideabstand, Absaugung und sicheren Bedienerzugang beherrschen. Längere Versuche zeigen Effekte, die kurze Laborproben nicht erfassen: Viskositätsdrift, Ablagerungsaufbau, Reinigungsintervalle, Querprofilabweichungen und Wechselwirkungen mit der Trägerbahn.

Der Pilot wird damit zur Nachweisbasis für Verfahrensauswahl und Scale-up. Er bestimmt das praktische Betriebsfenster, erzeugt Kundenmuster und liefert die Stoff-, Energie-, Sicherheits- und Qualitätsdaten zur Definition der industriellen Linie.

SPINNVERFAHREN

Faserbildungsprinzip passend zu Material, Produkt und erforderlichem Maßstab auswählen.

Nadelbasiertes Elektrospinnen
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Nadelbasiertes Elektrospinnen

Eine präzise dosierte Polymerlösung oder -schmelze wird durch eine oder mehrere Kapillaren geführt. Das elektrische Feld bildet einen Taylor-Konus und zieht einen geladenen Strahl aus, der sich bis zum bewegten Kollektor verjüngt.

Typische EignungFlexible Rezepturentwicklung, genaue Dosierung, koaxiale Versuche und Prozesscharakterisierung im Forschungsmaßstab.
Nadelloses Elektrospinnen
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Nadelloses Elektrospinnen

Mehrere Jets entstehen aus einer freien Flüssigkeitsoberfläche oder an einer rotierenden Elektrode. Das Verfahren vermeidet große Nadelanordnungen, vergrößert die aktive Spinnfläche und vereinfacht das Verstopfungs- und Reinigungsmanagement.

Typische EignungKontinuierliche Beschichtung, breitere Substrate und industrielle Produktivität nach Bestätigung eines stabilen Rezepturfensters.
Zentrifugalspinnen
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Zentrifugalspinnen

Ein rotierender Kopf nutzt Zentrifugalkraft zum Austritt und Verziehen von Polymerströmen. Kopfgeometrie, Drehzahl, Viskosität, Temperatur und geregelte Luft bestimmen Faserbildung und Ablage.

Typische EignungHoher Massendurchsatz, dickere Nanofaser- oder Mikrofaserschichten und robuste industrielle Substrate.
Blasunterstütztes Spinnen
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Blasunterstütztes Spinnen

Druckgas verstreckt und transportiert den Polymerstrahl. Der Luftstrom erhöht den Durchsatz und kann mit elektrostatischen Kräften kombiniert werden, um Jetstabilität, Abscheideeffizienz und Vliesgleichmäßigkeit zu verbessern.

Typische EignungScale-up, dreidimensionale Strukturen und Rezepturen mit höherer Ablagerungsleistung.
Schmelze-Elektrospinnen
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Schmelze-Elektrospinnen

Eine thermoplastische Schmelze ersetzt das Lösemittelsystem. Temperatur, Schmelzeviskosität, Düsenauslegung, elektrisches Feld und Kollektorbewegung werden zur Erzeugung stabiler Fasern und definierter Strukturen aufeinander abgestimmt.

Typische EignungLösemittelfreie Verarbeitung, recycelbare Thermoplaste, kontrollierte Gitterstrukturen und strukturierte medizinische Scaffolds.
Koaxial- & Emulsionsspinnen
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Koaxial- & Emulsionsspinnen

Konzentrische Zuführungen oder mehrphasige Rezepturen erzeugen Kern-Mantel-Fasern. Empfindliche Wirkstoffe können im Faserinneren geschützt und durch Diffusion, Abbau oder einen äußeren Reiz freigesetzt werden.

Typische EignungWirkstofffreisetzung, Wundversorgung, Verkapselung und multifunktionale Filtermedien.

SCALE-UP-ARCHITEKTUR

Von einer stabilen Spinnzone zum vollständigen Produktionsstandort.

Scale-up entsteht nicht durch bloße Vervielfachung der Düsen. Durchsatz, Arbeitsbreite, Verteilung des elektrischen Feldes, Luftbilanz, Lösemittellast, Verweilzeit und Substratregelung müssen gemeinsam entwickelt werden. EPCOTEC nutzt Pilotmessungen zur Bestimmung von Anzahl und Anordnung der Spinnzonen, unabhängigen Dosierkreisen, Kollektorgeometrie und Online-Regelungen.

Das Produktionskonzept kann Rohstoffaufbereitung, Mischen und Filtration, klimatisierte Spinnräume, Mehrkopfablage, kontinuierliches Ab- und Aufwickeln, Beschichten oder Laminieren, Schneiden, Konditionieren, Lösemittelrückgewinnung, Abluftbehandlung und Qualitätsdatenmanagement umfassen. Schnittstellen zu Medienversorgung, Gebäudeplanung, Sicherheitszonen und nachgelagerter Montage werden vor der endgültigen Industrieauslegung definiert.

LaborRezepturscreening, Jetstabilität, Mikroskopie und Funktionsmuster
PilotKontinuierliche Substratversuche, Gleichmäßigkeitskartierung und verlängerte Betriebsläufe
ProduktionArbeitsbreite, Mehrzonenausstoß, Automatisierung, Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit
Integriertes Konzept für einen industriellen Nanofaser-Produktionsstandort

ANWENDUNGSENGINEERING

Sechs Anwendungsfelder, entwickelt aus messbaren Leistungsanforderungen.

Luft- & Flüssigkeitsfiltration
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Luft- & Flüssigkeitsfiltration

Feine Fasern bieten bei sehr geringem Flächengewicht eine hohe spezifische Oberfläche und steuerbare Porenstrukturen. EPCOTEC entwickelt Nanofaserschicht, Trägersubstrat, Verbindungskonzept und Warenbahnführung gemeinsam, damit Filtrationseffizienz, Druckverlust, Beständigkeit und Reinigbarkeit ausgewogen bleiben.

Medizinische Scaffolds
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Medizinische Scaffolds

Die Nanofasermorphologie kann wichtige Strukturmerkmale extrazellulärer Matrizes nachbilden. Polymerauswahl, Faserdurchmesser, Orientierung, Porosität, Abbau, mechanisches Verhalten und Sterilisationsverträglichkeit werden auf die angestrebte Zell- und Gewebereaktion abgestimmt.

Wirkstofffreisetzung & Patches
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Wirkstofffreisetzung & Patches

Wirkstoffe können in einer Faser dispergiert, in einer Kern-Mantel-Struktur verkapselt oder mit einer funktionellen Trägerschicht kombiniert werden. Freisetzungsprofil, Dosiergleichmäßigkeit, Restlösemittel, Hautkontakt, Verpackung und reproduzierbare Herstellung werden als ein Entwicklungsprogramm betrachtet.

Schutztextilien
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Schutztextilien

Eine dünne Nanofasermembran kann ein bestehendes Textil um Aerosolabscheidung, Flüssigkeitsbarriere, Atmungsaktivität oder chemische Funktion erweitern. Die Beschichtung muss Biegung, Laminierung, Verschleiß und den vorgesehenen Reinigungs- oder Entsorgungsweg ohne Verlust ihrer Schutzfunktion überstehen.

Energiematerialien
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Energiematerialien

Poröse Faservliese können Batterieseparatoren, Elektroden, Katalysatoren und Brennstoffzellenkomponenten unterstützen. Kontrollierte Dicke, Oberfläche, Benetzung, Ionentransport, thermische Stabilität und Kompatibilität mit der nachfolgenden Montage bestimmen sowohl Materialrezeptur als auch Maschinenarchitektur.

Funktionelle Beschichtungen
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Funktionelle Beschichtungen

Nanofasern können Adsorbentien, Katalysatoren, antimikrobielle Wirkstoffe, Sensoren oder optische Funktionen tragen. EPCOTEC integriert die Ablage auf Rollenware, Membranen und ausgewählten dreidimensionalen Bauteilen mit geregeltem Klima, Absaugung, Aushärtung und Qualitätsprüfung.

VERFAHRENSVERGLEICH

Technologie-Auswahlmatrix

Das geeignete Spinnprinzip hängt von Rezeptur, Faserarchitektur, Zieldurchsatz und Endanwendung ab. Diese Matrix unterstützt die Vorauswahl; die endgültige Konfiguration wird durch kontrollierte Labor- und Pilotversuche bestätigt.

VerfahrenTypische ProduktivitätFaserkontrolleLösemittelfreie OptionBeste Scale-up-Eignung
Nadel-ElektrospinnenNiedrig bis mittelSehr hochSchmelzevarianteF&E, koaxiale Fasern und Präzisionsdosierung
Nadelloses ElektrospinnenMittel bis hochHochEingeschränktBreite und kontinuierliche Nanofaservliese
ZentrifugalspinnenHochMittel bis hochMöglichHoher Massenausstoß und robuste Beschichtung
Blasunterstütztes SpinnenHochMittelProzessabhängig3D-Strukturen und Scale-up mit höherem Durchsatz
Schmelze-ElektrospinnenNiedrig bis mittelSehr hochJaStrukturierte Scaffolds und kontrollierte Gitter

Orientierender Vergleich. Tatsächlicher Ausstoß und Faserqualität hängen vom Polymersystem, der Arbeitsbreite, dem Flächengewicht und dem validierten Prozessfenster ab.

EPCOTEC-Ingenieur erläutert Fachbesuchern das Nanofasersystem

IHR NANOFASERPROJEKT BESPRECHEN

Bringen Sie uns das Material, die Zielfunktion und den erforderlichen Produktionsmaßstab.

Ein zielführendes Erstgespräch beginnt mit Polymer oder Rohstoff, verfügbarer Lösemittel- oder Schmelzeroute, vorgesehenem Substrat, Ziel-Faserstruktur, geforderter Leistung und geschätzter Kapazität. EPCOTEC definiert daraus den effizientesten nächsten Schritt – vom Rezepturscreening und gezielten Laborversuch bis zur repräsentativen Pilotkampagne und zum industriellen Scale-up-Konzept.

Nanofaserprojekt besprechen